Die wahre Spielwelt | Kostenlose Vorschau

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Kapitel 1 — Transmigration
Das Zimmer war erstickend dunkel, einzig erhellt vom fahlen Schein von Loyds Monitor.
Das hektische Klackern seiner Tastatur und das Klicken der Maus hallten wie Dauerfeuer durch den Raum – jeder Tastenanschlag ein verzweifelt abgefeuerter Schuss im Kampf gegen den monströsen Boss, der sich auf dem Bildschirm auftürmte.
Die Kreatur war grotesk: ein mutierter Zombie, zehn Meter hoch, gekrönt von drei verdrehten Köpfen, die im Chor fauchten.
Sechs Arme ragten aus dem bulligen Leib, gespickt mit zusammengerafften Waffen: wuchtige Klingen, verrostete Äxte und sogar Schusswaffen, die er gefallenen Soldaten entrissen hatte. Ein pures Chaos auf zwei Beinen.
Dagegen wirkte Loyds Avatar erbärmlich klein. Und doch huschte er mit präziser Perfektion über das Schlachtfeld, ließ Pfeil um Pfeil fliegen, rollte sich ab und tauchte hinter zerborstenen Mauern ab, um dem unablässigen Trommelfeuer zu entgehen.
Seine Augen brannten vor Erschöpfung nach all den schlaflosen Nächten, doch sein Fokus war messerscharf.
„Zwei Schritte nach rechts, dann die Cocktails werfen“, murmelte Loyd. Schweiß rann ihm an der Schläfe herab. Seine Stimme war heiser, aber voller Entschlossenheit.
„Die Cocktails sind erst die Vorspeise. Drei verdammte Monate lang habe ich Ressourcen für diesen einen Kill gehortet!“
Seine Finger flogen über die Tasten. Er steuerte seine Figur zielgerichtet zu einer Grube, gespickt mit TNT und weiterem Sprengstoff. Jeder Schritt war eiskalt kalkuliert, jede Ausweichrolle bis ins Detail einstudiert.
Der Boss wechselte plötzlich sein Angriffsmuster, doch Loyd hatte es bereits antizipiert. Er manövrierte seinen Avatar geschickt durch die Trümmer und trieb das Monster zielgerichtet in die Falle. Sein Herz hämmerte wie wild in der Brust.
Das war er: der absolute Höhepunkt wochenlangen Grindens, schlafloser Nächte und schierer Sturheit.
Der Boss stolperte in die Grube. Loyds Finger hieb auf die Auslöser-Taste. Der Sprengstoff detonierte mit einem gewaltigen Brüllen und verschlang die Kreatur in einem ohrenbetäubenden Feuerball.
Er schleuderte noch einen letzten Molotowcocktail hinterher und besiegelte damit das Schicksal des Monsters. Der Bildschirm explodierte in Feuer und Rauch, während Erfolgsmeldungen wie Konfetti über die Anzeige rieselten. Sieg. Endlich!
Doch Loyds Blick hing keineswegs an den Achievements. Er hing starr an der Beute.
Ein einziger Gegenstand erschien. Eine rostige Laterne, deren bläulich-violette Flamme nur schwach flackerte.
Farplane-Ranger-Laterne (Defekt)
– Eine gewöhnliche Laterne, exklusiv für den Farplane-Ranger.
Sonst nichts.
Loyds Gesicht verzog sich vor Unglauben – und schlug augenblicklich in blanke Wut um.
Drei Monate harter Grind, unzählige schlaflose Nächte – und der ganze Lohn war eine kaputte Schrott-Laterne?! Seine Hand verkrampfte sich vor Zorn so gewaltsam, dass seine alte Maus knackend in zwei Hälften zerbrach.
Ein heftiges Kribbeln schoss wie ein Blitz durch seinen Körper. Seine Sicht verdunkelte sich schlagartig, und das Bewusstsein glitt ihm komplett davon. Sein allerletzter Gedanke war ein wütend ausgespuckter Fluch auf diese völlig wertlose Laterne.
---
Als er die Augen schmerzend wieder aufschlug, war die gewohnte Dunkelheit seines Zimmers verschwunden. Tiefe Verwirrung zeichnete sich auf seinen Zügen ab.
Seine letzte klare Erinnerung war ein heftiger Stromstoß gewesen, der durch seinen ganzen Körper gefahren war. Und jetzt befand er sich plötzlich an einem völlig fremden Ort ...
Der Raum war karg und schlicht: ein Spiegel, ein Waschbecken, ein Tisch mit einem Stuhl. Auf dem Tisch standen lediglich eine Schale mit Obst und eine Wasserflasche – eine seltsam häusliche Szene inmitten der sonst sterilen Leere.
Er versuchte aufzustehen, doch eine plötzliche Schwäche übermannte ihn und warf ihn mit einem dumpfen Poltern direkt wieder auf das Bett zurück.
Ein stechender Schmerz schoss durch sein Gehirn. Instinktiv tastete er nach seinem Kopf – und erstarrte. Sein Kopf steckte in etwas Hartem, Maschinellem. Einem Helm.
Sofort stieg Panik in ihm auf. Er fuhr noch einmal mit den Händen darüber und spürte die glatte, fremdartige Oberfläche. Sein Blick glitt hektisch zum Spiegel an der gegenüberliegenden Wand. Das Spiegelbild, das ihn dort anstarrte, war definitiv nicht sein eigenes.
Ein infernalischer Schmerz zerriss seinen Geist. Fremde Erinnerungen brandeten wie eine gigantische Sturmflut über ihn herein und ertränkten sein Bewusstsein in unzähligen Bruchstücken eines fremden Lebens. Es vergingen qualvolle Minuten, ehe sich sein Atem langsam wieder stabilisierte.
„Ich ... ich bin Loyd Flaton“, flüsterte er mit zitternder Stimme. „Aber das ist unmöglich mein Körper. Ich bin gestorben ... und irgendwie in eine fremde Welt transmigriert!“
Ganz allmählich wich die Verwirrung einer glasklaren Erkenntnis. Diese Welt war technological weit fortgeschrittener als seine ursprüngliche Erde.
Eine einzige herrschende Macht – die Globale Föderation – hatte die Menschheit geeint, sämtliche Kriege beendet und den technologischen Fortschritt in unbekannte Höhen katapultiert.
Kolonien erstreckten sich über unzählige Planeten, und Bündnisse mit außerirdischen Spezies gehörten längst zum Alltag. Und dann war da noch REALITY.
REALITY war längst kein gewöhnliches Virtual-Reality-Spiel mehr. Durch die Nutzung eines neuartigen VR-Helms betraten die Spieler eine virtuelle Welt, in der abgeschlossene Missionen den Spielern reale Superkräfte verliehen – Fähigkeiten, die sich 1:1 in die Wirklichkeit übertragen ließen.
Doch das Risiko war gnadenlos absolut: Wer im Spiel starb, verlor auch im echten Leben sein Dasein. Jeder Mensch besaß exakt drei Leben. Scheiterte man ein drittes Mal, war es endgültig vorbei.
Und doch ergab eine Sache absolut keinen Sinn: Aus den frisch aufgenommenen Erinnerungen begriff Loyd, dass der vorherige Besitzer dieses Körpers bereits nach einem einzigen Fehlschlag gestorben war.
Ein Tod, der laut den Regeln des Systems absolut unmöglich hätte sein müssen. Ein mysteriöser Tod, der völlig im Dunkeln lag.
Körperlich schwach, vollkommen isoliert und ohne jegliche Rückendeckung begann die Verzweiflung an ihm zu fressen.
Die Erinnerungen bestätigten es brutal: Er war Waise und besaß in dieser Welt lediglich eine Handvoll flüchtiger Schulfreunde. Doch plötzlich keimte ein kleiner Funke Hoffnung in ihm auf.
Durch REALITY gab es die einmalige Chance, sich Macht und Stärke direkt in die echte Welt zu holen! Ohne noch eine Sekunde zu zögern, schloss er entschlossen die Augen.
Exakt zehn Sekunden später hallte eine monotone, mechanische Systemstimme direkt in seinen Gehörgängen wider:
„Herr Loyd, Gehirnwellen im Theta-Zustand erfolgreich verifiziert. Vorbereitung auf den Login in REALITY in drei Sekunden. Drei ... Zwei ... Eins ... Login wird gestartet.“
Ein gleißendes, weißes Licht verschluckte sein Bewusstsein. Als das Blendwerk langsam verblasste, fand sich Loyd in seinem neuen Avatar inmitten einer baufälligen, zerfallenden Ruine wieder.
Der unglaubliche Detailgrad verschlug ihm schlichtweg den Atem – jeder winzige Riss im feuchten Beton, jeder zersplitterte Trümmerstein wirkte absolut real und greifbar. Keine anderen Spieler weit und breit. In diesem Moment ploppte direkt vor seinen Augen ein leuchtendes, virtuelles Systemfenster auf:
[Bedingung erfüllt, um eine einzigartige Klasse freizuschalten. Möchten Sie die Klasse jetzt wechseln?]
Verwirrung packte ihn. „Was für eine einzigartige Klasse denn überhaupt? Warum zeigt ihr mir keine Details an?!“, raunzte er ins Nichts. Doch das Systemfenster ignorierte seine Einwände komplett.
Stattdessen flackerte bereits die nächste Textzeile auf:
[Keine manuelle Auswahl erkannt. Standardauswahl automatisch übernommen. Nutzer wechselt erfolgreich in die einzigartige Klasse: Farplane-Ranger. Neue Fertigkeiten freigeschaltet. Bitte Statusfenster prüfen.]
Loyd erstarrte. Farplane-Ranger. Die Worte trafen ihn wie ein Keulenschlag.
Sofort schoss ihm die Erinnerung an diese verfluchte Schrott-Laterne wieder in den Kopf – dieser absolut wertlose Item-Drop, der ihn letztlich den Verstand und das Leben gekostet hatte.
Und jetzt war ihm dieses Ding sogar in diese neue Welt gefolgt und kettete ihn unlösbar an eine mysteriöse Klasse!
Er knirschte wütend mit den Zähnen. „Verdammt noch mal ... Selbst hier lässt mich diese kack Laterne nicht in Ruhe! Und dieses Kack-System gibt mir nicht mal eine echte Wahlmöglichkeit!“
Bittere Reue nagte an ihm. Hätte er doch bloß auf Ablehnen gedrückt, vielleicht hätte sich dann eine andere, bessere Klasse aufgetan.
Doch der erste Frust verflog schlagartig, als er schließlich sein persönliches Statusfenster aufrief:
Name: Loyd Flaton
Klasse: Farplane-Ranger
Level: Lv. 1 (0/5)
HP: 10/10
MP: 20/20
STR: 1
DEX: 1
INT: 2
CON: 1
[Passive Fertigkeiten]
– Waffenmeisterschaft des Farplane-Rangers: Fernkampf- und Dolchfertigkeiten +2
[Ausrüstung]
– Farplane-Ranger-Laterne (Defekt): 1 % Chance, beim Besiegen von Gegnern Gebrochene Seelen zu ernten.
Gebrochene Seele: Kann Fertigkeiten vorübergehend verstärken; geringe Chance auf zusätzliche Item-Drops.
Kombiniere 1.000 Gebrochene Seelen, um eine Vollständige Seele zu schmieden.
Vollständige Seele: Gewährt permanente Attributspunkte, seltene Ausrüstung, Tränke etc.
Loyds Augen weiteten sich blitzartig. Die Klasse war zwar extrem ungewöhnlich, aber auf lange Sicht verdammt overpowered!
Diese Laterne war keineswegs wertloser Müll – sie war der ultimative Schlüssel zu unermesslicher Macht. Seine anfängliche Verzweiflung schlug augenblicklich in gierige, vorsichtige Hoffnung um.
Er erkundete vertraut das Interface des Spiels und entdeckte rasch zwei Grundfunktionen: Status und Inventar. Ohne zu zögern, rief er sein Inventar auf.
Ein leuchtendes Raster aus exakt zwanzig Plätzen ploppte vor ihm auf. In einem Slot lag ein schlichter Bogen, in einem weiteren stapele sich ein Bündel von 100 einfachen Holzpfeilen.
Drei Flaschen Wasser belegten jeweils einen eigenen Platz, dazu kam ein einzelner Laib trockenes Brot.
Aus den überschriebenen Erinnerungen verstand Loyd die knallharten Spielregeln sofort: Hunger und Durst mussten hier genauso penibel gemanagt werden wie im echten Leben. Vernachlässigte man sie, traten sofort lähmende Debuffs ein – Müdigkeit, Schwächeanfälle und im schlimmsten Fall sogar Halluzinationen.
Er warf einen kurzen Blick auf seinen Sättigungsbalken: Halb voll. Für den Augenblick ausreichend, aber definitiv kein Zustand von langer Dauer.
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Kapitel 2 — Team
Gerade als Loyd darüber nachdachte, die baufällige Ruine weiter zu erkunden, ploppte direkt vor seinen Augen ein blinkendes Systemfenster auf: Eine ungelesene Nachricht.
Der Absender stammte von einem Mädchen namens Sara.
Aus seinen frisch geerbten Erinnerungen identifizierte Loyd sie vage als eine Freundin des früheren Körperinhabers. Doch die dazugehörigen Erinnerungen waren seltsam verschwommen und unvollständig – fast so, als hätte jemand gezielt Teile ihres gemeinsamen Gedächtnisses ausgelöscht.
Er tippte die Nachricht an: „Loyd, ich habe endlich eine passende Gilde für dich aufgetrieben. Bitte verhau es diesmal nicht schon wieder!“
Verwirrung breitete sich in ihm aus. Sämtliche Details zu Sara verflogen wie Rauch zwischen seinen Fingern.
Immerhin wusste er noch, dass der ursprüngliche Besitzer dieses Körpers extrem zurückhaltend war und kaum ein Wort mit anderen wechselte. Perfekt – das bedeutete, dass er dieselbe kühle Haltung mühelos beibehalten konnte, ohne direkt Misstrauen zu erwecken.
Fast augenblicklich traf auch schon die nächste Nachricht ein: „Warum schreibst du nicht zurück?! Kneif jetzt bloß nicht schon wieder. Ich musste verdammt noch mal 'nen dicken Gefallen einfordern, um dir diesen Gildenplatz überhaupt zu besorgen!“
Nach kurzem Zögern tippte Loyd eine gewohnt knappe Antwort: „Oder so. Schick mir die Infos.“
Saras Rückmeldung ließ nicht lange auf sich warten: „Es ist die Rose-Gilde. Ich hole dich morgen Früh persönlich zum Aufnahmegespräch ab. Sei pünktlich um 9 Uhr bereit!“
„Verstanden“, antwortete Loyd trocken.
Als sich das Chatfenster schloss, fiel ihm auf, dass Sara der einzig verbliebene Kontakt auf seiner gesamten Freundesliste war.
Das bedeutete zwangsläufig, dass sie eine extrem enge Verbindung zum früheren Besitzer dieses Körpers gehabt haben musste. Warum also ausgerechnet bei ihr so riesige Erinnerungslücken klafften, war ihm ein absolutes Rätsel.
„Warum zum Teufel ... gibt es absolut keine konkreten Erinnerungen an sie?“, murmelte er vor sich hin, während ein ungutes Gefühl in seiner Magengegend aufstieg.
Bevor er diesen Gedanken weiter nachgehen konnte, hallten plötzlich hastige Schritte von draußen herein.
Sein Überlebensinstinkt schärfte sofort all seine Sinne. Er spähte vorsichtig aus der Tür und sah drei Gestalten in Panik vorbeirennen – dicht auf den Fersen verfolgt von einem zähnefletschenden Zombiehund.
Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, zog Loyd seinen Bogen auf. In dem exakten Moment, als seine Finger die Sehne berührten, zischte ein seltsames, aber seltsam vertrautes Gefühl durch seinen Körper: Die Waffe fühlte sich an wie eine natürliche Verlängerung seines eigenen Arms.
Ein heftiger Schub an Selbstvertrauen schoss in ihm hoch. Er ließ drei Pfeile in blitzschneller Folge von der Sehne schnellen.
Die drei Flüchtenden – Zora, Tom und Zefer – zuckten in tödlicher Panik zusammen, felsenfest davon überzeugt, dass die Pfeile sie im Rücken treffen würden.
Doch die Geschosse zischten haarscharf an ihren Köpfen vorbei und bohrten sich präzise nacheinander in die Augenhöhlen des Zombiehundes. Der letzte Pfeil versenkte sich tief im Schädel der Bestie, woraufhin das Monster augenblicklich lautlos zusammenbrach.
Loyd atmete tief aus. Erleichterung breitete sich aus – doch die Verwirrung blieb: Warum zur Hölle fühlte sich der Umgang mit dem Bogen bloß so erschreckend selbstverständlich an?
Er rief hastig die Details des Gegenstands auf:
[Holzbogen (Seltenheit: Grün)]
– Grundlegende Bogenmeisterschaft: Du bist ein absoluter Neuling im Umgang mit Bögen.
Doch dank des Passiv-Buffs der Laterne hatte sich die Fertigkeit augenblicklich transformiert:
[Fortgeschrittene Bogenmeisterschaft]
– Du beherrschst den Bogen nahezu wie ein Profi. Auf bis zu 100 Meter Entfernung ist jedes Ziel ein absolutes Kinderspiel. Bei starkem Wind verringert sich die Treffgenauigkeit um 50 %.
Augenblicklich dämmerte ihm die Erkenntnis: Diese verfluchte Schrott-Laterne pushte seine Fähigkeiten auf ein völlig neues Level!
Die Stille wurde gebrochen, als Zefer vorsichtig einen Schritt vortrat, seine Stimme voller ehrfürchtigem Respekt: „Sir ... dürfen wir Ihren Namen erfahren? Wir verdanken Ihnen unser verdammtes Leben!“
Zora fügte leise und noch immer zitternd hinzu: „Ja ... ohne Sie wären wir jetzt tot.“
Toms Augen glänzten vor ungläubiger Bewunderung. „Meister, nehmen Sie zufällig Lehrlinge an?! Ich würde Ihnen ohne zu zögern sofort überallhin folgen!“
Loyd behielt seinen Tonfall bewusst kühl und distanziert: „Mein Name ist Loyd. Ich habe ein paar Fragen an euch.“
Zefer nickte hastig. „Natürlich! Fragen Sie uns alles, was Sie wissen wollen.“
Zora zögerte kurz und warf einen besorgten Blick nach oben gen Himmel. „Aber ... könnten wir das eventuell im Safehouse besprechen? In drei Stunden bricht hier die Nacht ein. Es ist verdammt gefährlich, jetzt noch draußen rumzutrödeln.“
Loyd überlegte kurz, ehe er nickte. „Gut. Gehen wir.“
Spürbare Erleichterung machte sich im Trio breit. Mit einem so overpowereden Mitstreiter an ihrer Seite erschien das nackte Überleben plötzlich wieder greifbar.
Bevor sie losmarschierten, beugte sich Tom über den blutigen Kadaver des Zombiehundes. Seine Augen weiteten sich blitzartig. „Herr Loyd, Ihr Glück ist ja mal absolut unfair! Es ist tatsächlich ein Skillbook gedroppt!“
Er reichte es ihm ohne ein einziges Wort des Neids herüber. Loyd blieb auf der Hut – Streitigkeiten um Beute und Kill-Steals waren in REALITY schließlich an der Tagesordnung. Doch die drei machten nicht den geringsten Anstalten, sich gegen ihn zu wenden. Er schlug das Buch auf:
[Skillbook: Grundlegende Dolchmeisterschaft]
Er erlernte die Fertigkeit auf der Stelle und spürte sofort, wie sich ein feines Netz aus neuem Wissen tief in seine Muskeln einbrannte. Dann sah er das Trio an: „Eure Namen? Seid ihr ein festes Team?“
Zefer antwortete prompt: „Ich bin Zefer. Das hier ist meine Schwester Zora, und das ist unser Kumpel Tom. Wir sind alle noch blutige Anfänger in REALITY.“
Er hielt kurz inne, schluckte nervös und fügte dann hinzu: „Herr Loyd ... dürfte ich Ihnen eventuell eine Teameinladung schicken?“
Loyd dachte kurz nach und nahm die Einladung an. In REALITY boten Teams einen unschätzbaren Schutz – Mitglieder konnten einander nicht angreifen. Vertrauen wurde hier direkt vom System garantiert.
Der einzige kleine Haken: Bei Bosskämpfen durfte ausschließlich der Teamleiter die Beute öffnen.
Loyd sah sich um und fragte: „Habt ihr dieses Gebäude eigentlich schon durchsucht?“
Zefer, Zora und Tom tauschten völlig verblüffte Blicke aus.
Zefer erklärte stirnrunzelnd: „Herr Loyd ... wissen Sie das etwa nicht? Das Gebäude, aus dem Sie kommen, ist längst vollständig gecleart. Werfen Sie mal einen Blick auf Ihre Minimap: Das Haus steht bei 100 % Erkundung. Das heißt, hier gibt es absolut nichts mehr zu holen.“
Loyd rief rasch seine Map auf. Die Systemanzeige deckte sich exakt mit Zefers Worten. Er nickte knapp. „Danke für den Hinweis.“
Dann hakte er direkt weiter nach: „Wo genau kann man eigentlich neue Fertigkeiten lernen?“
Zefer schmunzelte schwach. „Lasst uns am besten beim Gehen weiterreden.“
Während Zora und Tom die Spitze übernahmen und den Weg absicherten, fuhr Zefer fort: „Herr Loyd, Sie wirken ehrlich gesagt so, als hätten Sie das Einsteiger-Handbuch nicht einmal überflogen. Aber kein Thema, ich erkläre es Ihnen gern!“
Loyds Herz sackte augenblicklich ab. Es gibt ein verdammtes Einsteiger-Handbuch?! Warum zur Hölle besitze ich keins?!
Zefer fuhr ahnungslos fort: „Skillbooks bekommt man im Grunde auf drei Wegen. Erstens: als Mob-Drop beim Grind. Zweitens: In den Safehouses stehen Verkaufsautomaten, die Basis-Fertigkeiten anbieten.
Und drittens: über spezielle NPCs in der Welt von REALITY. Diese Experten können dir Fertigkeiten beibringen oder sogar bestehende Skills upgraden – vorausgesetzt, du hast dir vorher genug Gunst bei ihnen erarbeitet.“
Loyd nickte aufmerksam und saugte jede einzelne Information gierig in sich auf.
Doch Zefer war noch nicht fertig. „Es gibt noch ein paar absolut essenzielle Basics, die Sie unbedingt kennen müssen.“
„Die Sättigung ist überlebenswichtig: Halten Sie sie immer über 50 %, sonst kassieren Sie sofort heftige Debuffs.“
„Safehouses sind in der Nacht unersetzlich. Zombies greifen die Barrikaden im Dunkeln nicht an.“
„Alternativ halten auch erhöhte Positionen oder spezielle Infrarotlampen die Biester fern – aber diese Lampen sind verdammt selten und sündhaft teuer.“
„Trauen Sie niemals einem Fremden! Selbst innerhalb von Teams ist Verrat an der Tagesordnung. Direkt nach einem Bosskampf könnten Sie gierige Mitspieler eiskalt aus der Gruppe kicken – oder, noch schlimmer, Sie wegen des Loot einfach umlegen.“
„Wir befinden uns aktuell auf der Verlassenen Insel Nr. 79. Das Hauptziel lautet, innerhalb von fünfzig Tagen von hier zu entkommen. Scheitert man an diesem Timelimit, spawnt automatisch ein mächtiger Elite-Zombie.“
„Besiegt man diesen Elite-Gegner, verschafft das einem zwanzig Tage Aufschub, bevor der eigentliche Insel-Boss auf der Bildfläche erscheint.“
„Allerdings hat diesen Endboss noch nie jemand besiegt. Es heißt, er kann Charaktere sogar auf Distanz mit dem Zombie-Virus infizieren.“
„Und ohne das passende Gegenmittel ist das eigene Todesurteil damit praktisch besiegelt.“
Loyds Miene wurde nachdenklich. „Was genau passiert eigentlich, wenn man erfolgreich von der Insel entkommt?“
Zefers Augen leuchteten auf. „Dann öffnet sich die eigentliche, gigantische Doomsday-Welt! Wir sind hier derzeit nur auf Server 8. Gerüchten zufolge verleiht das vollständige Abschließen der Hauptquest dem Spieler sogar die direkte Herrschaft über die gesamte Doomsday-Welt selbst!“
Loyd bemerkte die unverhohlene Gier und Ehrfurcht in Zefers Blick, als dieser vom Besitz der Doomsday-Welt sprach. „Welche konkreten Vorteile bringt es denn, Eigentümer dieser Welt zu sein?“
Zefers Stimme schwankte zwischen Ehrfurcht und absoluter Überzeugung. „Unfassbare Vorteile, Herr Loyd! Vielleicht wissen Sie es noch nicht, aber die Globale Föderation kontrolliert bereits die Doomsday-Welt von Server 1 ...“
„Und es gibt Gerüchte ... verdammt mächtige Gerüchte. Man munkelt, dass derjenige, der die alleinige Herrschaft über eine Doomsday-Welt erlangt, schlichtweg Unsterblichkeit erlangt!“
Die Worte hingen zentnerschwer in der Luft. Unsterblichkeit. Loyds Herz schlug mit einem dumpfen, mächtigen Schlag gegen seine Brust. Wenn an diesen Gerüchten auch nur ein Funken Wahrheit dran war, dann war REALITY weit mehr als nur ein verficktes Spiel ums nackte Überleben – es war ein direkter Pfad zur Gottwerdung!
Doch seine Miene verog keine Miene, seine Stimme blieb gewohnt eiskalt: „Unsterblichkeit, was? Dann ist dieses verdammte Spiel noch um ein Vielfaches gefährlicher, als ich ohnehin schon dachte.“
Zora schauderte unwillkürlich bei seinen kühlen Worten. In Toms Augen entflammte pures, gieriges Ehrgeizfeuer, während Zefers Blick vor stählerner Entschlossenheit nur so brannte.
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Kapitel 3 — – Basic
Bei dem Wort Unsterblichkeit verengten sich Loyds Augen gefährlich. In den Gesichtern von Zefer, Zora und Tom spiegelte sich exakt derselbe Hunger wider. Unverhohlene Gier loderte in ihren Blicken – ein gefährliches Feuer, das den Verstand im Handumdrehen zu verschlingen drohte.
Doch Loyd kannte die eiskalte Realität: Von Abermillionen Spielern konnte am Ende einzig und allein ein Einziger diesen gigantischen Hauptgewinn für sich beanspruchen.
Der Gedanke war verführerisch, verdammt betörend sogar – aber für den Moment völlig nutzlos. Das nackte Überleben ging vor. Die Zukunft musste warten.
Er wechselte prompt das Thema, seine Stimme gewohnt ruhig, aber bestimmt: „Zefer, sag mal ... Ich habe in meinem Leben schon etliche Games gezockt. Warum zum Teufel habe ich vorhin bei diesem Zombiewolf eigentlich keinen Lebensbalken gesehen?“
Bevor Zefer auch nur ansetzen konnte, platzte Tom bereits vor lauter Übereifer dazwischen und stolperte dabei fast über seine eigenen Worte: „Meister Loyd, ich glaube, Sie haben Ihre Systemeinstellungen schlichtweg noch nicht angepasst!
Rufen Sie einfach Ihr Statusmenü auf. Oben rechts gibt es das Einstellungsrädchen. Aktivieren Sie da den Inspektionsmodus!
Sobald der aktiv ist, können Sie sämtliche Details und Werte von allem in Ihrer unmittelbaren Umgebung einsehen – es sei denn, das Ziel ist mehr als fünf Level über Ihrem eigenen.“
Zefer nickte zustimmend. „Ganz genau. Die allermeisten Spieler aktivieren diese versteckte Option sofort. Nur extreme Hardcore-Gamer schalten sie wegen der Immersion bewusst aus.“
Loyd folgte der Anweisung auf der Stelle. Augenbzwinkernd erschienen plötzlich leuchtende Zahlen über ihren Köpfen: Level 1, in knackigem Grün. Sämtliche weiteren Attribute blieben jedoch vorerst verborgen.
Er ließ seinen Blick über die Umgebung schweifen und sah nun auch den Erkundungsfortschritt glasklar eingeblendet; bereits geclearte Häuser waren deutlich mit 100 % markiert.
„Zefer“, hakte Loyd nach, „diese Orte hier gelten als vollständig erkundet. Gibt es bezüglich des Map-Resets noch irgendetwas Wichtiges, das ich wissen sollte?“
Zefer seufzte leise im Stillen. „Dieser Kerl kämpft wie ein absolut eiskalter Profi, ist in Sachen Game-Knowledge aber ein blutiger Anfänger!“ Dennoch antwortete er gewissenhaft: „Der Erkundungsfortschritt wird jede Nacht pünktlich um Mitternacht komplett zurückgesetzt.
Die Mobs respawnen und wertvolle Ressourcen werden neu verteilt. Einzig Bäume, Erzadern und andere Sammelmaterialien benötigen exakt drei Tage zur vollständigen Regeneration.“
Loyd nickte und speicherte jede Information akribisch ab. Dann stellte er eine deutlich tiefgründigere Frage: „Du meintest vorhin, man müsse die Insel innerhalb von fünfzig Tagen verlassen haben, bevor ein Elite-Zombie spawnt. Hat es auf diesem Server eigentlich schon mal irgendein Team geschafft, vor Ablauf des Timers zu entkommen?“
Zefer war sichtlich verblüfft. Dieser Kerl dachte bereits strategisch etliche Schritte voraus! „Ja, das kommt durchaus vor. Spieler können von der Föderation zeitlich begrenzte Spezial-Quests annehmen ...“
„Im Gegenzug garantiert die Föderation nach Ablauf der fünfzig Tage eine sichere Eskorte in die Hauptwelt. Große Gilden nutzen diese Schiene ebenfalls intensiv, um extrem starke Spieler direkt an sich zu binden.“
Loyds Augen verengten sich gefährlich. „Sag mal, Zefer ... plant ihr etwa auch, euch der Föderation anzuschließen?“
Zefer zögerte einen kurzen Moment, ehe er bedacht antwortete: „Das war ursprünglich unser Plan. Aber jetzt ... schweb mir eine ganz andere Idee vor.“ Er sah Loyd direkt in die Augen, sein Blick vollkommen ruhig und fokussiert.
„Herr Loyd, wären Sie bereit, ein eigenes Team zu gründen? Falls ja, würden wir uns Ihnen augenblicklich anschließen. Sie übernehmen die Führung und wir folgen bedingungslos Ihren Anweisungen.“
Loyd musterte ihn eingehend, ein deutlicher Hauch von Skepsis in seinen Zügen. „Warum um alles in der Welt wollt ihr ausgerechnet mit einem völlig Fremden wie mir ein Team bilden?“
Zefers Tonfall war behutsam, aber absolut bestimmt: „Weil Sie uns vor diesem verdammten Zombiewolf gerettet haben, obwohl Sie schlichtweg hätten weitergehen können. Und ... weil ich vermute, dass bei Ihnen bereits ein mächtiges Talent erwacht ist.“
Loyd runzelte die Stirn. „Talenterwachen? Wovon zur Hölle redest du da?“
Das Trio tauschte erschrockene Blicke aus. Zefer erklärte hastig: „Bei der Erstellung des Charakters gibt es – sofern man in der echten Welt eine besondere Fähigkeit besitzt – eine Chance von eins zu tausend, dass sich diese in REALITY als einzigartiges Talent manifestiert.“
Ein Lichtblitz des Verstehens dämmerte in Loyd auf. „Habt ihr denn eigene Talente?“
Zora antwortete als Erste, leise, aber mit spürbarem Stolz in der Stimme: „Kochen. Meine zubereiteten Mahlzeiten steigern die Sättigung um zusätzliche 30 %.“
Tom grinste breit und warf selbstbewusst die Brust heraus: „Ackerbau! Sämtliche Feldfrüchte, die ich anbaue, wachsen um satte 90 % schneller!“
Zefer fügte hinzu: „Plündern. Ich besitze die Chance, gefundene Beute schlichtweg zu verdoppeln.“
Loyd sah sie einen Moment lang irritiert an. „Wäre es für euch mit solchen Fertigkeiten nicht viel schlauer, direkt einer Top-Gilde beizutreten? Solche Utility-Talente dürften dort doch extrem heiß begehrt sein.“
Zefer schüttelte resolut den Kopf. „Große Gilden und die Föderation bieten zwar extreme Vorteile, bringen aber auch gewaltige Risiken mit sich. Fürs Erste bleiben wir lieber unabhängig.“
Loyds Stimme war eiskalt und schneidend: „Dann sage ich es euch klipp und klar: Bei mir ist definitiv kein einziges Talent erwacht.“
Kurze Überraschung flackerte auf ihren Gesichtern auf, doch Zefer wankte keine Sekunde: „Das spielt überhaupt keine Rolle, Herr Loyd! Wir wollen uns Ihnen trotzdem anschließen.“
Loyd wog die Optionen in seinem Kopf gründlich ab. Ein eingespieltes Team war unabdingbar, wenn er bei der Hauptquest ganz vorne mitmischen wollte. Schließlich nickte er knapp: „In Ordnung. Ich gründe mit euch dreien ein Team. Aber hört mir verdammt gut zu: Solltet ihr mich jemals hintergehen, verpasse ich euch ohne mit der Wimper zu zucken eine Kugel.“
Zefers Lippen umspielte ein schmales Lächeln, tiefste Erleichterung spiegelte sich in seinen Augen wider. „Wir werden Sie niemals hintergehen! Im echten Leben sind wir nur einfache Waisen, die sich von einem Drecksjob zum nächsten hangeln, nur um sich irgendwie den VR-Helm leisten zu können.
Wir sind aus einem einzigen Grund in dieses Game eingestiegen: um zu überleben. Und wenn möglich ... um unser echtes Leben ein kleines Stück besser zu machen.“
Loyds Mundwinkel zuckten minimal nach oben. „Gut. Dann willkommen in meinem Team. Lasst uns gemeinsam wachsen – hier in REALITY und in der echten Welt.“
Zefers Miene hellte sich schlagartig auf. „Hervorragend! Jetzt, da wir endlich einen kompetenten Anführer haben, übertrage ich dir direkt die Gildenführung.“ Mit einer raschen Handbewegung im Interface bestätigte das System Loyd umgehend als offiziellen Teamleiter.
Zora und Tom tauschten erleichterte Blicke aus. Mit einem eiskalten Profi an der Spitze stiegen ihre Überlebenschancen auf einen Schlag gewaltig.
Loyd sah die drei an und fragte: „Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, unseren eigenen Unterschlupf zu bauen?“
Zora antwortete sofort: „Ja, das geht! Allerdings nur, wenn wir Infrarotlampen aufreiben. Das sind aber verdammt seltene Drops, die meist nur von Elite-Zombies fallengelassen werden.“
Loyd nickte knapp. „Alles klar. Und nennt mich ab jetzt einfach Loyd – wir sind schließlich Teamkameraden.“
Zefer grinste breit. „Alles klar, Loyd! Dann kannst du uns ab sofort natürlich auch einfach beim Vornamen nennen.“ Er hielt kurz inne und fügte nachdenklich hinzu: „Ich habe übrigens mal im Chat aufgeschnappt, dass Infrarotlampen gelegentlich von den Elite-Monstern droppen, aber viel mehr weiß ich dazu leider auch nicht.“
Loyd wechselte direkt das Thema. „Gibt es hier irgendwo ein großes Safehouse oder eine zentrale Siedlung, wo sich NPCs aufhalten?“
Tom meldete sich sofort zu Wort, seine Stimme vor lauter Aufregung leicht zittrig: „Im offiziellen Forum stand, dass es auf der Verlassenen Insel Nr. 79 eine große NPC-Siedlung direkt an der Küste geben soll!
Die Insel selbst ist gigantisch – mindestens 400 Quadratkilometer groß. Aber kleinere, verstreute NPC-Läden werden tatsächlich auf der Minimap eingeblendet, sobald man in die Nähe kommt.“
Loyds Blick wurde messerscharf. „Dann steht unser Fahrplan fest. Erstens: Das nächste Safehouse ansteuern. Zweitens: Ruf bei den NPCs aufbauen. Über die besorgen wir uns dann verlässliche Infos bezüglich der Infrarotlampen.“
Seine durchdachten Worte ließen die Augen von Zefer, Zora und Tom vor Begeisterung aufleuchten. Die allermeisten Anfänger dachten nur panisch daran, sich irgendwo zu verriechen, bis die 50-Tage-Frist ablief. Loyd hingegen plant bereits strategisch mehrere Schritte im Voraus.
Während sie strammen Schrittes weiter Richtung Safehouse marschierten, löcherte Loyd sie mit weiteren Fragen. „Wie genau läuft das Leveln in diesem Game ab?“
Zora antwortete wie aus der Pistole geschossen: „Wenn man Zombies killt, droppen EXP-Bücher. Sobald man die aktiviert, gibt es Erfahrungspunkte und man steigt im Level auf.“
Loyd nickte nachdenklich. „Verstanden.“ Dann hakte er nach: „Wo liegt das Max-Level für diese Insel?“
Zefer erwiderte: „Bei Level 20. Bei jedem Level-Up kann man seine Statuspunkte völlig frei verteilen. Die meisten Standardklassen kassieren pro Stufe genau +2 Attributspunkte.“
Loyd runzelte im Gehen nachdenklich die Stirn. „Wir laufen jetzt schon seit einer halben Stunde durch die Gegend. Warum zur Hölle sind uns eigentlich noch keine Mobs begegnet?“
Zefer rieb sich nachdenklich das Kinn. „Gut möglich, dass irgendein anderes Team dieses Areal kurz vor uns komplett gecleart hat. Wenn Spieler eine Zone sweepen, respawnen die Mobs erst pünktlich um Mitternacht. Deshalb wirkt es hier gerade wie ausgestorben.“
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