Der Nummer Eins Krieger | Kostenlose Vorschau

Der Nummer Eins Krieger

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Kapitel 1 — Die Freilassung

Dumpf, dumpf, dumpf...
Eine Serie von gleichmäßigen Schritten hallte im leeren Flur wider, als ein großer Mann in Uniform selbstbewusst auf den tiefsten Teil des Ganges zuging.
Dies war ein Gefängnis.
Anders als jedes andere Gefängnis befand es sich Tausende von Metern unter dem Mittelpunkt des Pascal-Ozeans.
Dieses Gefängnis war speziell für eine besondere Klasse von Gefangenen konzipiert. Jeder Gefangene dort konnte Chaos entfachen, das sich über eine ganze Nation erstreckte.
Am Ende des Korridors befand sich der gefährlichste Gefangene des Gefängnisses.
Der Wärter dieses Gefängnisses blieb vor der letzten Zelle stehen. Er verneigte sich respektvoll und sagte: „Herr Chance, Sie haben Ihre Strafe vollständig abgesessen.“
In der Zelle tauchte ein junges Gesicht aus den Schatten auf, das viel zu jung aussah, um dort zu sein.
Der Wärter unterschätzte den Gefangenen jedoch nicht aufgrund seines Alters, denn er wusste, wie gefährlich der Mann war.
Jared Chance war ein dreiundzwanzigjähriger Mann.
Er war nur drei Jahre zuvor ein gewöhnlicher Universitätsabsolvent gewesen, bevor er wegen einer Schlägerei verhaftet und ins Gefängnis gesteckt wurde. Einen Monat später wurde er heimlich in den Drachenorden rekrutiert und begleitete den Overlord zu verschiedenen Feldzügen auf der ganzen Welt.
In etwas mehr als einem Jahr hatte Jared bemerkenswerte Taten vollbracht und war schnell zu einer Position aufgestiegen, die nur dem Overlord innerhalb des Drachenordens unterlegen war.
Als Stellvertreter der weltweit größten kriminellen Organisation hatte er die Macht, ein entwickeltes Land über Nacht zu stürzen, wenn er wollte.
Sechs Monate zuvor hatte Jared jedoch während einer Schutzmission schockierenderweise die Person getötet, die er schützen sollte, und die zufällig der Präsident einer großen Nation war.
Dies löste einen massiven Aufruhr aus. Der Overlord des Drachenordens, Draco Deragon, der auch Jareds Mentor war, schickte Jared persönlich in dieses geheime Gefängnis, wo er inhaftiert blieb.
Draco behauptete, dass Jared dort eingesperrt sei, aber jeder wusste, dass er Jared tatsächlich eine Pause gab, um sich für eine Weile zurückzuziehen und keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Seit diesem Tag musste jeder Gefangene in diesem Gefängnis einen Albtraum durchstehen, der sechs ganze Monate dauerte.
Als Jared hörte, dass er freigelassen werden sollte, blieb sein Ausdruck ruhig. Er öffnete die eiserne Tür und trat heraus.
Die Zelle hatte keine Schlösser, da es keinen Sinn hatte, Jared einzusperren. Der Wärter wusste, dass Schlösser für Jared nichts bedeuteten, der sich überall auf der Welt befreien konnte, wenn er wollte.
„Was hat Draco gesagt?“ fragte Jared kalt, als er am Gefängniswärter vorbeiging.
Draco Deragon trug den Titel des Drachenlords und war der Anführer des Drachenordens.
Obwohl der Drachenorden als kriminelle Organisation eingestuft wurde, betrachtete er sich selbst als Beschützer der globalen Stabilität, und der Drachenlord war das bildliche Damoklesschwert über den Köpfen der Eliten weltweit - eine bedrohliche Präsenz, die ihre Gedanken beherrschte.
Der Wärter senkte den Kopf und sagte respektvoll: „Der Drachenlord glaubt, dass deine Feindseligkeit zu stark ist. Er hofft, dass du vorübergehend vom Drachenorden zurücktreten und eine Weile als gewöhnlicher Mensch leben kannst. Immerhin hast du deine Familie seit drei Jahren nicht gesehen.“
Jared nickte. Sein Ausdruck wurde etwas weicher, als er an seine Familie dachte.
Der Gefängniswärter fuhr fort: „Der Drachenlord verspricht, dass das nächste Mal, wenn du den Fuß in den Drachenorden setzt, es sein wird, wenn du offiziell seinen Titel als 'Drachenlord' erbst und der wahre Anführer des Drachenordens wirst!“
Nachdem er das gesagt hatte, sah der Wärter Jared aufgeregt an. Es sei erwähnt, dass selbst der Präsident von Anglandur sich verneigen und Respekt zollen müsste, wenn er den Drachenlord träfe.
Jared reagierte nicht besonders darauf. Im Vergleich dazu, der nächste Drachenlord zu werden, freute er sich mehr auf die Aussicht, sich mit seiner Familie wiederzuvereinen.
Bei seiner Ankunft am Flughafen in Horington hielt Jared seinen Stoffbeutel fest, während er auf die vertraute, aber fremde Stadt blickte, in der sich seine Emotionen wirbelten.
„Ich bin endlich zu Hause!“
Seine Augen spiegelten eine Mischung aus Sehnsucht und Groll wider.
Vor drei Jahren, als Jared noch ein gewöhnlicher Bürger war, war er auf einen betrunkenen Leyton Scott gestoßen, als er seine Freundin Sandy Gibson nach Hause begleitete.
Als Leyton sah, wie hübsch Sandy war, interessierte er sich für sie und wurde zudringlich. Er versuchte sogar, sie sexuell zu belästigen, direkt dort und dann!
Die Scott-Familie, zu der Leyton gehörte, hatte erhebliche Macht und Einfluss in der Stadt. Sie waren die prominenten Persönlichkeiten, die sowohl über legale als auch illegale Bereiche in der Gegend herrschten. Folglich nahm sich Leyton nicht die Mühe, Jared auch nur eines Blickes zu würdigen.
Jared wurde verrückt, als er sah, wie seine Freundin ausgenutzt wurde.
Er nahm einen Ziegelstein und schlug ihn ohne zu zögern auf Leytons Kopf.
Vorhersehbar weigerte sich die Scott-Familie, den Vorfall einfach so hinzunehmen. Sie kontaktierten sofort die Polizei, was zu Jareds Verhaftung führte.
Durch ihr Manövrieren und ihren Einfluss fand sich Jared mit einer dreijährigen Gefängnisstrafe konfrontiert.
Im Gefängnis traf er die Person, die sein Leben für immer verändern würde - Draco.
Draco war ein älterer Mann, der so zerzaust aussah wie ein Obdachloser.
Nachdem er Jared mochte, brachte er ihm viele mystische Fähigkeiten bei und schlug schließlich vor, dass dieser erwäge, dem Drachensekten beizutreten.
Bei diesem Gedanken streichelte Jared einen bronzenen Ring an seinem Finger.
Der Ring trug eine lebensechte Drachenfigur mit dem Wort "Drache" auf dem Kopf des Drachen.
Der Ring war als Drachenring bekannt, das Symbol des Oberhauptes des Drachensekten.
Aufgrund der fehlgeschlagenen Mission, die zum Tod eines ausländischen Präsidenten durch Jared führte, entstand ein internationaler Aufruhr. Um die Kontroverse zu besänftigen, beschloss Draco, Jared aus dem Drachensekten auszuschließen.
Daher musste Jared vorübergehend vom Drachensekten zurücktreten und als gewöhnlicher Mensch in die Gesellschaft zurückkehren.
Dennoch wusste jeder, dass Jared, solange er den Drachenring besaß, unweigerlich zum Drachensekten zurückkehren und die Position des Drachenlords übernehmen würde.
Heute endete auch Jareds Gefängnisstrafe.
Er hielt ein Taxi an. Ohne es zu merken, kam er bald vor der Haustür seiner Familie an. Als er auf das etwas heruntergekommene Haus vor ihm blickte, zeigte Jareds Gesicht eine Mischung aus Emotionen. Er wusste während dieser drei Jahre nichts über das Wohlergehen seiner Eltern. Seine heimliche Zugehörigkeit zum Drachensekten hatte ihn auch nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis von seinen Eltern ferngehalten und ihnen die Chance genommen, sich wieder zu vereinen.
Als Jared aus dem Taxi stieg, bemerkte er eine Ansammlung einschüchternder Personen vor seinem Haus. Sie waren damit beschäftigt, Möbel und Haushaltsgeräte auf die Straße zu bringen.
An der Eingangstür war seine Mutter, Hannah Thompson, hilflos, Tränen liefen über ihr Gesicht, während sie schluchzte. Ihr Gesicht war blau geschlagen, ihre Nase blutete und ihr Haar war zerzaust.
"Das ist das Zuhause unserer Familie! Ihr könnt es nicht einfach wegnehmen!" rief Hannah aus, ohne auf ihren verwahrlosten Zustand zu achten, als sie impulsiv nach vorne stürzte und den Arm eines jungen Mannes mit einem Crewcut ergriff.
Der junge Mann schüttelte ihre Hand ab und fluchte: "F*ck dich!" Dann hob er sein Bein, um Hannah zu Boden zu treten.
Der Tritt traf mit erheblicher Kraft, sodass Hannah nach Luft schnappte. Sie setzte sich dann schmerzerfüllt auf den Boden. Der Schmerz war so intensiv, dass sie nicht einmal laut schreien konnte.
Als er das sah, brüllte Jared wütend: "Hört auf!" Der Boden bebte unter seinem Brüllen, als er im Nu die Haustür erreichte.

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Kapitel 2 — Verrat

Jared lief zu Hannah und half ihr vorsichtig auf. "Geht es dir gut, Mama?"
Hannah war so schockiert, dass es einen Moment dauerte, bis sie realisierte, was passierte. "Jared? Bist du es? Bist du zurückgekommen?" fragte sie mit zitternder Stimme.
Dann umfasste sie Jareds Gesicht mit beiden Händen und streichelte seine Wangen.
Jareds Herz schmerzte, als er die rauen Hände seiner Mutter auf seinem Gesicht spürte. "Was ist mit deinen Augen passiert, Mama?" fragte er.
Hannahs Augen waren fest geschlossen, da sie blind war und nichts sehen konnte.
Als Jared seine Augen auf seine Mutter richtete, weiteten sie sich vor Schock, und er zitterte leicht.
Er konnte nicht glauben, dass die alte Frau vor ihm, mit einem faltigen Gesicht und vollem weißem Haar, seine Mutter war.
Es sind nur drei Jahre vergangen! Wie konnte Mama so werden?
"Es bin ich, Mama! Ich bin Jared!" antwortete Jared, während er Hannah festhielt.
"Jared? Bist du es wirklich?"
Hannahs Tränen hörten nicht auf zu fließen, während sie weiterhin sanft Jareds Gesicht berührte.
Auch Jareds Augen röteten sich. "Es bin ich, Mama... Es bin ich... Was ist mit dir passiert?"
Ich verstehe es nicht! Mama war völlig in Ordnung, als ich ging, warum ist sie in nur drei Jahren so geworden? Und wer sind diese gefährlich aussehenden Leute?
Hannah wollte etwas sagen, als die anderen Männer im Haus den Lärm hörten und herauskamen.
"Oh mein Gott! Bist du es, Jared? Hast du deine Gefängnisstrafe abgesessen?"
Als Jared sich in Richtung der Stimme drehte, verengten sich seine Pupillen, als er sah, wer es war. "Leyton?"
Die Person, die herauskam, war niemand anderes als Leyton Scott, der Mann, der für Jareds Inhaftierung verantwortlich war.
Was Jared noch mehr überraschte, war die Frau, die neben Leyton stand.
"Sandy?" Jareds Augen weiteten sich, als er Leytons Arm sah, der um Sandys Taille lag. "Was soll das bedeuten?"
Ich habe drei Jahre lang auf sie gewartet! Warum ist sie jetzt in den Armen meines Feindes?
Jared hatte angenommen, dass Sandy gezwungen wurde, mit Leyton zusammen zu sein, aber ihr Gesichtsausdruck zeigte keinerlei Zeichen von Widerwillen.
"Was ist los? Bist du nach drei Jahren im Gefängnis wie deine Mutter blind geworden? Ist es nicht offensichtlich? Sandy ist jetzt meine Frau!" sagte Leyton verächtlich.
Dann glitt er mit seiner Hand zu Sandys Po und drückte fest zu, was sie vor Vergnügen stöhnen ließ und ihm einen koketten Blick zuwarf.
Der Ausdruck auf Jareds Gesicht wurde düster, als er Sandy ansah und fragte: "Seit wann hast du dich mit ihm eingelassen, Sandy?"
Jared wusste, dass sich in drei Jahren viel ändern konnte, also erwartete er nicht, dass Sandy so lange auf ihn warten würde. Er konnte jedoch nicht akzeptieren, dass sie sich mit seinem Feind eingelassen hatte.
Sandy lehnte sich an Leytons Brust und rollte mit den Augen. "Pass auf deine Sprache auf, Jared! Leyton und ich lieben uns wirklich!"
"Genau! Ich werde ehrlich zu dir sein, Jared. Ich habe mit deiner Freundin geschlafen, einen Tag nachdem du ins Gefängnis gekommen bist. Ehrlich gesagt war ich wirklich überrascht, wie rein du warst. Ich kann nicht glauben, dass sie immer noch Jungfrau war, nachdem ihr so lange zusammen wart!" sagte Leyton.
Dann lachte er und fuhr fort: "Mann, du hast keine Ahnung, wie wild Sandy im Bett ist!"
Sandy drehte schüchtern ihre Hüften und rief kokett: "Das liegt daran, dass du einfach zu gut bist, Mr. Scott!"
Leyton lachte herzhaft und drückte Sandys Brüste, als er sagte: "Du dreckige Schlampe, ich werde dich so kaputt machen, dass du morgen nicht mehr laufen kannst!"
Sandy genoss die Berührung von Leyton, während sie Jared verächtlich ansah. "Gut, dass ich mich entschieden habe, mit Herrn Scott auszugehen! Sonst hätte ich nie erfahren, wie angenehm es sein kann, eine Frau zu sein! Eine Nacht mit Herrn Scott ist viel mehr wert als die zwei Jahre, die ich mit dir war! Herr Scott und ich werden morgen im Glamor Hotel heiraten. Ich wette, du könntest es dir nie leisten, dorthin zu gehen, selbst wenn du dein ganzes Leben arbeiten würdest!" sagte sie, während sie stöhnte und schwer atmete.
"Wie wäre es, wenn wir diesen Verlierer morgen zu unserer Hochzeit einladen? Er ist schließlich dein Ex-Freund. Das wäre eine großartige Gelegenheit für ihn, eine anständige Mahlzeit zu genießen. Er wird vielleicht nie in der Lage sein, das Essen im Glamor Hotel in diesem Leben zu kosten, wenn er diese Chance verpasst!" sagte Leyton mit einem Lächeln.
Natürlich lud Leyton Jared nicht aus echter Güte ein. Er wollte Jared einfach bei der Hochzeit demütigen, um sein eigenes Ego und seinen Stolz zu stärken.
Der wütende Blick auf Jareds Gesicht verschwand, als er das hörte. Es war wie die Ruhe vor dem Sturm.
Damals entschied ich mich, keinen Sex mit Sandy zu haben, weil ich sie respektierte und das Beste für unseren Hochzeitstag aufsparen wollte. Wer hätte gedacht, dass sie sich als solche Schlampe herausstellen würde? Eine Frau wie sie ist meiner Zuneigung nicht mehr würdig!
In der Zwischenzeit hatte Leyton seine Hand in Sandys Shorts gesteckt und fingerte sie. Hätte es nicht so viele Leute um sie herum gegeben, hätten die beiden wahrscheinlich sofort Sex gehabt.
Als Leyton jedoch Jareds ruhigen Ausdruck sah, wurde er plötzlich gelangweilt. Er hatte gehofft, Jared durch Provokation dazu zu bringen, ihn erneut anzugreifen, damit er Jared zurück ins Gefängnis schicken konnte.
Jedoch war Jared trotz der Provokation überraschend ruhig.
Was für ein feiger Verlierer!

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Kapitel 3 — Grausam

Jared fixierte das dreiste Paar mit einem durchdringenden Blick und fragte: „Es ist mir egal, ob ihr hinter meinem Rücken zusammengekommen seid. Warum habt ihr meine Mutter angegriffen und mein Zuhause zerstört?“
„Dein Zuhause?“ Leyton brach in Gelächter aus. „Alles hier gehört jetzt mir. Es ist nicht mehr dein Zuhause!“
Jared warf einen schnellen Blick auf seine Mutter, die sich verzweifelt an seinen Arm klammerte. In gedämpftem Ton fragte er: „Mama, was ist passiert?“
Hannah hielt sich an den Arm ihres Sohnes fest, aus Angst, er könnte unüberlegt handeln. Mit Frustration in ihrer Stimme erzählte sie: „Nachdem du gegangen bist, sind sie aus dem Nichts aufgetaucht und haben Entschädigung gefordert. Wir hatten das Geld nicht...“
Wie sich herausstellte, war die Familie Scott auch nach Jareds Gefängnisaufenthalt immer noch nicht zufrieden.
Sie forderten eine Million Entschädigung. Am Ende mussten Jareds Eltern ihr Zuhause verkaufen und eine beträchtliche Summe Geld leihen. Trotz ihrer Bemühungen blieb ihnen eine Schuld von dreihunderttausend, die sie der Familie Scott in Raten zahlen mussten.
Folglich fand sich Jareds Vater arbeitslos wieder und musste sich als Straßenkehrer durchschlagen, um über die Runden zu kommen. Andererseits verbrachte seine Mutter ihre Tage und Nächte in Tränen, bis ihre Augen schließlich durch das ständige Weinen erblindet waren.
Das war auch der Grund, warum seine Eltern in drei Jahren nicht einmal ihn besucht hatten.
Als Jared seiner Mutter zuhörte, ballte er langsam die Fäuste. Eine intensive mörderische Absicht stieg in der Tiefe seiner Augen auf.
Er hatte nicht erwartet, dass die Familie Scott so gnadenlos sein würde und darauf abzielte, seine Familie vollständig zu zerstören.
Leyton spottete über den jungen Mann und erklärte: „Junge, die Familie Scott zu beleidigen, ist ein schwerwiegender Fehler. Siehst du, als du vor drei Jahren gewagt hast, mich mit diesem Ziegelstein zu schlagen, hast du das Schicksal deiner Familie besiegelt. Ich werde nicht aufhören, bis ich euch alle zu Tode quäle!“
Damit wandte er sich an seine Untergebenen, die das Schauspiel beobachteten, und befahl: „Warum steht ihr alle nur da? Bewegt euch weiter! Holt später einen Bulldozer her, um diesen Ort platt zu machen!“
Seine Untergebenen erwachten aus ihrer Trance und setzten ihre Arbeit fort, indem sie Möbel und wertvolle Gegenstände aus dem Haus schleppten.
„Stopp!“ Jared starrte sie an.
Aber niemand beachtete ihn. Sie warfen ihm nur ein spöttisches Grinsen zu und machten weiter.
„Ich habe euch gesagt, dass ihr aufhören sollt! Habt ihr mich nicht gehört?“ Jareds Stimme wurde scharf, als er einem kräftigen Mann neben sich einen mächtigen Tritt versetzte, der den Mann gegen einen Tisch schleuderte, bevor er gegen die Wand prallte.
Dieser plötzliche und unerwartete Schritt versetzte alle in einen Schockzustand. Sie ließen sofort fallen, was sie trugen, und umringten Jared.
Leyton war erfreut über die Situation. Trotz drei Jahren im Gefängnis schien Jared keine Reue zu zeigen und hatte erneut aggressiv gehandelt.
Ein finsteres Grinsen huschte über Leytons Lippen. „Du wagst es, mich wieder anzufassen? Dieses Mal werde ich sicherstellen, dass du zehn Jahre im Gefängnis verbringst!“
Hannah geriet sofort in Panik und schubste Jared. „Du darfst nicht in einen weiteren Kampf geraten, Jared. Lauf weg!“
Jared klopfte beruhigend auf ihre Hand und versicherte ihr: „Mama, jetzt, wo ich zurück bin, lass mich das regeln. Setz dich.“
Er half Hannah auf einen Stuhl und wandte sich dann Leyton mit einem kalten Blick zu.
„Kniet nieder und entschuldigt euch bei meiner Mutter. Ich werde eure Leben verschonen, wenn ihr das tut“, erklärte er, während seine Augen vor eisigem Entschluss blitzten und eine bedrohliche Aura von ihm ausging.
Die Temperatur um sie herum sank drastisch. Auch das Gelächter von Leyton und seinen Männern hörte abrupt auf.
Einen Moment später fasste Leyton sich wieder und forderte wütend: „Was? Du willst, dass ich mich hin knie und entschuldige?“
Er schob Sandy aus seinen Armen und schwang seine Faust auf Jared zu.
Er dachte, sein Schlag würde Jared zu Boden schicken, da letzterer ziemlich schlank aussah.
Krach!
Leyton hatte kaum auf Jared zugerannt, als letzterer ihm einen kraftvollen Tritt versetzte.
Als Ergebnis hielt Leyton seinen Schritt und fiel zu Boden. Schweißgebadet vor Schmerzen schrie er laut auf.
"Wie kannst du es wagen, Mr. Scott zu schlagen! Du bist verloren, Jared!" Sandy schrie, als sie heranlief, um Leyton aufzuhelfen.
Als sie das hörte, schrie Hannah Jared an: "Jared, du darfst nicht in einen weiteren Kampf geraten!"
Jared war aufgrund eines vorherigen Kampfes inhaftiert worden und war erst kürzlich freigelassen worden. In einen weiteren Kampf verwickelt zu werden, der wieder ins Gefängnis führen könnte, wäre ein schreckliches Ergebnis.
"Schlag ihn zu Brei! Töte ihn!" brüllte Leyton, finster auf Jared starrend.
Seine Untergebenen stürmten schnell auf Jared zu.
Jared warf einen Blick auf seine Mutter, schnippte mit den Fingern und ließ ein paar Strahlen weißes Licht los. Sofort wurden die Beine der Männer taub, und sie fielen alle auf die Knie.
Als Leyton das sah, kämpfte er darum, sein Erstaunen zu verbergen, während er Jared anstarrte, ein Schauer lief ihm den Rücken hinunter.
Die Nachbarn, die das Spektakel beobachtet hatten, waren ebenso fassungslos.
"Entschuldige dich jetzt bei meiner Mutter!" Jareds eisige Stimme erklang erneut. "Ansonsten wirst du dein Verderben finden!"
Als das Wort "Verderben" Jareds Lippen entwich, umhüllte ihn eine eisige Aura und verwandelte ihn in eine Gestalt, die schien, aus den Tiefen der Hölle zu kommen.
Leyton war überrascht, völlig ahnungslos, was Jared während seiner drei Jahre im Gefängnis durchgemacht hatte. Wie kann ein gewöhnlicher Mensch eine so furchterregende Tötungsabsicht besitzen? Überlegt er tatsächlich, mich zu töten?
Als er Jareds kalten Blick traf, konnte Leyton nicht widerstehen, auf die Knie zu fallen.
"Es tut mir leid."
Er und seine Untergebenen begannen sich zu entschuldigen.
"Verschwindet!" Jared winkte ab.
Jared hatte nicht vor, vor seinen Nachbarn einen Mord zu begehen. Wenn er wollte, könnte er Leyton und seine Crew mit einem einfachen Fingerschnippen töten.
"Wir werden sehen. Das ist noch nicht vorbei!" Leyton, von Sandy auf die Beine geholfen, warnte wütend, als sie gingen. Offensichtlich war er ziemlich verärgert, aber Jared ließ sich von Leytons Drohungen nicht beeindrucken.
Nachdem Leyton gegangen war, äußerte Jared seine Besorgnis. "Mama, geht es dir gut? Sie sind jetzt weg."
"Du hast gerade erst deine Strafe abgesessen. Warum hast du Leyton wieder provoziert?" beschwerte sich Hannah. "Was sollen wir tun? Vielleicht solltest du dich eine Weile bedeckt halten, damit die Polizei nicht nach dir sucht."
Jared schwieg, während er sich hockte und begann, die verstreuten Möbel neu anzuordnen.
"Mama, ich werde mich jetzt um das Geldverdienen kümmern. Du und Papa könnt euch ausruhen. Ich werde einen Weg finden, deine Augen zu heilen."
"Ich weiß, dass du es gut meinst, aber das ist nicht nötig", antwortete Hannah tränenreich. "Jetzt, da du zurück bist, kann ich endlich entspannen. Wenn ich mir in diesen Jahren keine Sorgen um dich gemacht hätte, wäre ich vielleicht schon gestorben..."
Als Jared die Reaktion seiner Mutter sah, wurden seine Augen rot.
Knall!
Unfähig, sich länger zurückzuhalten, schlug Jared mit der Faust auf den letzten verbliebenen Tisch, der in Stücke zerbrach.
Krach!
Ich werde sicherstellen, dass die Familie Scott und die Familie Gibson den Preis zahlen.
Wut umhüllte sein ganzes Wesen.
Als Jareds Zorn spürte, flehte Hannah schnell: "Jared, bitte vermeide von jetzt an Ärger. Da du draußen bist, suche nach einem Job mit einem Neuanfang. Die Dinge werden besser werden."
Jared lächelte und versicherte ihr: "Keine Sorge, Mama. Die Polizei wird es nicht wagen, mich anzufassen."
Ich bin jetzt der Anführer des Dragon Sect und selbst der Präsident von Anglandur ist vor mir auf der Hut. Warum sollte ich Angst vor der Polizei haben?
Direkt nachdem er seine Mutter beruhigt hatte, trat jemand mit einem lauten Knall die Tür auf.
Eine Gruppe von Polizeibeamten stürmte herein und zielte mit ihren Waffen auf Jared. "Jared Chance, richtig? Sie stehen unter dem Verdacht, vorsätzliche Schäden verursacht zu haben. Sie müssen mitkommen!"

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